Warum braucht man eine Zollabwicklung für Transporte in die Schweiz?

Obwohl die Schweiz mitten in Europa liegt und über zahlreiche bilaterale Abkommen mit der EU verfügt, ist sie weder EU-Mitglied noch Teil des europäischen Zollgebiets. Das bedeutet: Waren, die von Deutschland in die Schweiz transportiert werden, überschreiten eine Zollgrenze. Umgekehrt gilt dasselbe für Importe aus der Schweiz nach Deutschland.

Für Unternehmen, die regelmäßig Waren zwischen beiden Ländern bewegen, ist die korrekte Zollabwicklung daher kein optionaler Zusatzservice, sondern eine gesetzliche Pflicht. Ohne ordnungsgemäße Ausfuhr- und Einfuhranmeldungen dürfen Waren die Grenze nicht passieren. Verstöße können zu empfindlichen Bußgeldern, Warenbeschlagnahmung und erheblichen Verzögerungen führen.

Welche Versandverfahren gelten für den Transit in die Schweiz?

Der zollrechtliche Warentransit zwischen der EU und der Schweiz wird über das NCTS (New Computerised Transit System) abgewickelt. Dieses elektronische System überwacht den gesamten Versandvorgang von der Abgangszollstelle bis zur Bestimmungszollstelle und stellt sicher, dass die Waren unterwegs nicht unkontrolliert in den freien Verkehr gelangen.

T1- und T2-Dokumente

Im Rahmen des NCTS kommen unterschiedliche Versandscheine zum Einsatz:

Der Versandschein wird elektronisch bei der Abgangszollstelle erstellt und bei der Bestimmungszollstelle erledigt. Der Fahrer führt ein sogenanntes Versandbegleitdokument (VBD) mit, das die MRN (Movement Reference Number) enthält und an der Grenze vorgelegt wird.

Was sind die Schweizer Einfuhrbestimmungen und wie funktioniert die MWST-Erklärung?

Die Schweiz erhebt auf importierte Waren eigene Zölle und die Schweizer Mehrwertsteuer (MWST). Der reguläre MWST-Satz beträgt aktuell 8,1 %, der reduzierte Satz 2,6 % (für bestimmte Güter des täglichen Bedarfs).

Zusätzlich zu den Zollabgaben müssen Importeure eine Einfuhrzollanmeldung beim Schweizer Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) einreichen. Die Höhe der Zollabgaben richtet sich nach:

Um von den Präferenzzollsätzen zu profitieren, muss der Exporteur ein gültiges Präferenzdokument vorlegen, beispielsweise eine Warenverkehrsbescheinigung EUR.1 oder eine Ursprungserklärung auf der Handelsrechnung.

Wie läuft die Zollabwicklung Schritt für Schritt ab?

Der vollständige Zollprozess für einen Transport von Deutschland in die Schweiz umfasst drei Hauptphasen:

  1. Exportanmeldung in Deutschland Bevor die Ware das deutsche Zollgebiet verlässt, muss eine elektronische Ausfuhranmeldung über das ATLAS-System (Automatisiertes Tarif- und Lokales Zollabwicklungssystem) der deutschen Zollverwaltung abgegeben werden. Die Ausfuhrzollstelle prüft die Angaben und überführt die Sendung anschließend in das Ausfuhrverfahren.
  2. Transitverfahren (NCTS) Nach der Ausfuhrüberlassung wird das NCTS-Versandverfahren eröffnet. Die Ware reist unter zollamtlicher Überwachung von der Abgangszollstelle zur Grenzzollstelle. Der LKW-Fahrer präsentiert das Versandbegleitdokument an der Schweizer Grenze, wo das Versandverfahren beendet wird.
  3. Einfuhrverzollung in der Schweiz An der Schweizer Bestimmungszollstelle wird die Einfuhrzollanmeldung eingereicht. Das BAZG prüft die Dokumente, berechnet Zölle und MWST und gibt die Ware nach Zahlung oder Sicherheitsleistung in den freien Verkehr frei. Der Importeur erhält eine Veranlagungsverfügung als Nachweis.

Welche Stolperfallen gibt es bei der Zollabwicklung Schweiz?

In der Praxis treten immer wieder dieselben Probleme auf, die zu kostspieligen Verzögerungen führen können:

Wie übernimmt CHT Transport die Zollabwicklung als Komplettservice?

CHT Transport GmbH bietet für den Linienverkehr Deutschland–Schweiz einen durchgängigen Service an, bei dem Transport und Zollabwicklung aus einer Hand kommen. Das spart Zeit, vermeidet Kommunikationsprobleme zwischen Spediteur und Zollagent und stellt sicher, dass alle Dokumente rechtzeitig und korrekt vorbereitet sind.

Unser Leistungsumfang Zollabwicklung

  • Prüfung und Vorbereitung aller erforderlichen Exportdokumente
  • Elektronische Ausfuhranmeldung über ATLAS
  • Eröffnung und Überwachung des NCTS-Versandverfahrens
  • Koordination der Schweizer Einfuhrverzollung
  • Beschaffung und Prüfung von Präferenznachweisen (EUR.1)
  • Beratung zu Zolltarifnummern und Einfuhrbestimmungen
  • Transparente Abrechnung aller Zollkosten und Gebühren

Durch die Kombination von eigenem Fuhrpark und Zollkompetenz entfällt für unsere Kunden die Notwendigkeit, einen separaten Zollagenten zu beauftragen. Sie erhalten ein Komplettangebot mit einem festen Ansprechpartner für Transport und Verzollung – von der Abholung in Deutschland bis zur Zustellung in der Schweiz.

Häufige Fragen zur Zollabwicklung Schweiz

Die Schweiz ist kein EU-Mitglied und gehört nicht zum europäischen Zollgebiet. Jede Warensendung von Deutschland in die Schweiz überschreitet daher eine Zollgrenze und muss offiziell aus der EU exportiert und in die Schweiz importiert werden. Ohne korrekte Zollanmeldungen dürfen Waren die Grenze nicht passieren.

NCTS (New Computerised Transit System) ist das elektronische Versandverfahren, das den zollrechtlichen Transit von Waren zwischen Abgangs- und Bestimmungszollstelle überwacht. T1-Dokumente begleiten Nicht-Unionswaren im externen Versandverfahren, während T2-Dokumente den Unionscharakter von Waren im internen Versandverfahren nachweisen. Für Exporte aus Deutschland in die Schweiz wird in der Regel ein T1-Versandschein verwendet.

Benötigt werden in der Regel: Handelsrechnung mit genauer Warenbeschreibung und Zolltarifnummern, Packliste, Exportanmeldung (elektronisch über ATLAS), ggf. Ursprungszeugnisse oder Präferenznachweise (EUR.1), bei bestimmten Gütern Ausfuhrgenehmigungen sowie ein CMR-Frachtbrief als Transportdokument.

Bei vollständig und korrekt vorbereiteten Dokumenten kann die Grenzabfertigung innerhalb weniger Stunden erledigt sein. Bei fehlerhaften oder unvollständigen Unterlagen kann es jedoch zu mehrtägigen Verzögerungen kommen. Eine professionelle Vorbereitung aller Zolldokumente ist daher entscheidend.

Die Kosten setzen sich aus den Zollgebühren (abhängig von Warenwert und Zolltarifnummer), der Schweizer Einfuhrumsatzsteuer (MWST, regulär 8,1 %) sowie den Dienstleistungsgebühren für die Zollabwicklung zusammen. CHT Transport erstellt individuelle Angebote, bei denen Transport und Verzollung transparent kalkuliert werden.

Ja. CHT Transport GmbH bietet Transport und Zollabwicklung aus einer Hand an. Das umfasst die deutsche Exportanmeldung, das NCTS-Transitverfahren, die Schweizer Einfuhrverzollung sowie die Organisation aller erforderlichen Dokumente. Der Kunde erhält einen Komplettservice ohne eigene Zollkenntnisse benötigen zu müssen.

Zollabwicklung anfragen

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